Klinika Svjetlost

Melden Sie sich online zur Untersuchung an

Kontakte

Neuigkeiten

Aktuelle Veranstaltungen und Neuigkeiten der Klinik Svjetlost

Augenlicht nach 16 Jahren wiedergewonnen: die erste Transplantation von Hornhaut-Stammzellen

Augenlicht nach 16 Jahren wiedergewonnen: die erste Transplantation von Hornhaut-Stammzellen
In der Klinik Svjetlost wurde die erste Transplantation von Hornhaut-Stammzellen in dieser Teil Europas durchgeführt, dank der dem 30-jährigen Patienten sein Sehvermögen 16 Jahren nach Augenschäden durch Tränengas zurückgebracht wurde.
Zagreb, den 23. März 2017 – Der 30-jährige Patient sieht wieder mit dem Auge, auf dem er für mehr als 16 Jahre kein Augenlicht wegen Tränengasbeschädigung hatte, und zwar dank der ersten Transplantation von Hornhaut-Stammzellen die in der Klinik Svjetlost durchgeführt wurde. „Das ist die erste solche Operation nicht nur in Kroatien, sondern in der ganzen Region, und in Europa werden solche Operationen nur noch in London, Mailand und in einer deutschen Klinik durchgeführt“, sagte die Medizindirektorin der Klinik Svjetlost, Professorin Iva Dekaris, die Leiterin dieses Projektes, innerhalb dessen schon drei Operationen durchgeführt sind.

Die transplantierten Stammzellen wurden „in vitro“ in der Gewebebank der Traumatologie-Klinik Zagreb gezüchtet, so dass die Durchführung dieser Methode, die das Sehvermögen nach Hornhautbeschädigungen zurückbringt, das Resultat einer erfolgreichen Zusammenarbeit des kroatischen privaten und öffentlichen Gesundheitswesens darstellt.  Dieses Resultat setzt die kroatische Ophthalmologie an die europäische und weltliche Spitze und stellt auch eine wesentliche Einsparung für das Gesundheitswesen dar, da diese international bekannte Behandlungsmethode jetzt sehr günstiger in Kroatien durchgeführt werden kann.

„Das ist die einzige Methode, die das Sehvermögen den Personen zurückgeben kann, die es verliert haben, wegen Verbrennungen, explosiven Beschädigungen oder der Auswirkung von Säure oder Lauge an der deswegen getrübten Augenoberfläche“, sagte Professorin Dekaris. „In solchen Fällen kann die Hornhaut-Transplantation, als eine gewöhnliche Methode der Behandlung von getrübten Hornhaut, nicht gelingen, weil wir keine Stammzellen als eine gesunde Grundlage haben, die es ermöglichen würde, das Transplantat lebendig zu halten“, erklärte Professorin Dekaris, die bis heute mehr als ein Tausend Hornhaut-Transplantationen durchgeführt hatte und die Präsidentin der Europäischen Augenbank-Vereinigung war.  

Diese neue Methode regeneriert die Stammzellen, indem man aus dem gesunden Auge des Patienten ein Teil der Stammzellen in der Größe von 1 bis 2 mm nimmt, was für das gesunde Auge völlig harmlos ist. Dann werden solche Stammzellen in einer Küvette („in vitro“) gezüchtet, vermehrt bis zu einer erforderlichen Menge, die schon nach zwei Wochen wie ein Betttuch an das kranke Auge transplantiert wird. „Wenn solch eine Regeneration von Stammzellen mit einer erforderlichen Verbesserung des Sehvermögens resultiert, wird die Behandlung beendet. Falls die Trübung noch immer bleibt, ist innerhalb von sechs bis zwölf Monaten eine Transplantation möglich, die dann erfolgreich sein wird“, sagte Professorin Dekaris. 

In diesem Programm sind momentan einige Patienten, denen geholfen wird, nach mehreren Jahren wieder zu sehen. Das sind größtenteils junge und erwerbsfähige Personen, die meistens auf ihrem Arbeitsplatz verunglückt wurden. Deswegen sind wir noch glücklicher ihnen zurückzugeben, was ein Unfall ihnen genommen hat – den Blick auf die Welt, den sie einmal hatten, sagte man in der Klinik Svjetlost.